Independent Power Producer
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KODIAK ISLAND, ALASKA.
IMPROVED GRID, LESS DIESEL.

HINTERGRUND

 

Kodiak Island liegt an der Südküste Alaskas und ist der größte Standort der US-Küstenwache, der dritt wichtigste Fischereihafen des Landes und die Heimat von 3000 Kodiakbären. Die Inselbewohner sind Kunden des Energieversorgers „Kodiak Electric Association“ (KEA). KEA betreibt ein Inselnetz mit einer Spitzenlast von ca. 27 Megawatt (MW) und einer Mindestlast von 11 MW. Die Hauptleistung wird von zwei 11,5 MW-Wasserkraftturbinen erzeugt. KEA betreibt auch vier unabhängige Anlagen mit Dieselgeneratoren, die eine Gesamtkapazität von 33 MW haben.

 

2007 hat sich der Energieversorger das Ziel gesetzt, 95 Prozent des verkauften Stroms bis 2020 aus kosteneffizienten erneuerbaren Energiequellen zu erzeugen, um so die Abhängigkeit von Diesel zu reduzieren und den Strompreis für die Kunden zu senken. Im Jahr 2009 nahm der Energieversorger den ersten Teil des Pillar Mountain Wind Projektes mit einer installierten Leistung von 4,5 MW Windkraft in Betrieb.

 

 

HERAUSFORDERUNG

 

EAs Ziel für die zweite Phase des Projektes bestand darin, die Windkraftkapazität auf 9 MW zu verdoppeln. Da die Verfügbarkeit von Windkraft jedoch schwankt, untersuchte KEA die Auswirkungen von zusätzlichen 4,5 MW Windkraft auf die Netzstabilität im Rahmen einer detaillierten Studie.

 

Diese ergab, dass das Wasserkraftwerk nicht schnell genug reagieren kann, um die Netzfrequenz im Falle eines plötzlichen Abfalls der Windkraft zu stabilisieren. Zur Gewährleistung einer zuverlässigen Stromversorgung wäre die KEA daher gezwungen gewesen, weitere Dieselgeneratoren laufen zu lassen um so die Regelleistung auch während hoher Windlaststunden schnell verfügbar zu haben. Diese zusätzliche Stromerzeugung aus Diesel hätte jedoch zu einer Begrenzung der vorhandenen Windkraft und Erhöhung des Dieselverbrauchs geführt. Der Preis des gelieferten Stroms wäre gestiegen und der Anteil der erneuerbaren Energien gesunken.

 

 

UNSERE LÖSUNG

 

Die KEA gab sich nicht damit zufrieden und suchte nach einer sauberen und kostengünstigen Alternative. Nach eingehender Prüfung entschied sich die KEA für Younicos, die ein batteriebasiertes Energiespeichersystem (ESS) entwickelte und installierte. Das System stellt stabil und zuverlässig Regelleistung bereit und sorgt so dafür, dass die gesamte grüne Energie aus dem Windprojekt Pillar Mountain an die Kunden geliefert werden kann.

„Bei Windkraft besteht die größte Herausforderung darin, Netzfrequenz und Spannung stabil zu halten. Batterien stellen dabei die beste Lösung für uns dar.“

 

Darron Scott , Präsident/Geschäftsführer von KEA

 

UNSER ERFOLG

 

Seit der Inbetriebnahme im November 2012 hat das ESS von Younicos mehr als 253 000 Frequenzabweichungen aufgefangen, das heißt durchschnittlich 165 Mal pro Tag. Diese schnelle und genaue Reaktion hat dazu beigetragen, einen plötzlichen Abfall der Netzfrequenz zu verhindern – und somit mehrere potentielle Leistungsabfälle und in einigen Fällen sogar Black-Outs.

 

Durch den Energiespeicher von Younicos kann KEA die gesamten 9 MW Windkapazität nutzen, ohne den Dieselverbrauch zu erhöhen. Die zweite Phase des Windprojekts konnte durch die Installation des ESS in nur sechs Monaten Betriebszeit weitere 8 Millionen kWh Windenergie liefern und dabei über 560 000 USD Kosten für Diesel sparen. So kann die KEA ihr Versprechen einlösen und die Kunden mit zuverlässiger, günstiger und erneuerbarer Energie versorgen.

FACTS & FIGURES

9

MEGAWATT

Windkapazität können dank Speicher voll genutzt werden

114

MILLIONEN

KWh Windenergie sparen 8 Millionen Gallonen Diesel ein

4,5

MEGAWATT

können innherhalb von 50 Millisekunden aktiviert werden

BILDERGALERIE

UNSERE TECHNOLOGIE

 

Das Younicos-ESS besteht aus zwei 1,5 MW Wechselrichtersystemen (WRS), die jeweils mit modernen Blei-Säure-Akkus gekoppelt und nahtlos in das Netz integriert sind. Das ESS überwacht die Netzbedingungen 100 Mal pro Sekunde und liefert im Falle eines Frequenzabfalls unter 59,8 Hz innerhalb von 50 Millisekunden eine Leistung von 3 MW (vgl. Bild 1). So kann die KEA ihre traditionell hervorragende Netzstabilität weiter garantieren und dabei gleichzeitig die reichlich verfügbare Windkraft weiter ausbauen. Allerdings sollen Mitte diesen Jahres die Blei-Säure-Akkus durch Lithium-Ionen-Technologie ersetzt werden. Dadurch wird sich die Leistung des Batterieparks verbessern und die Peak-Leistung auf 4,5 MW für 30 Sekunden erhöhen.